Mein Aupair-Jahr in den USA

San Francisco

 
23Juli
2017

first week

  

Hi guys!

Also meine erste Woche in Amerika neigt sich dem Ende zu und es gibt sooo viel zu erzälen, ich hoffe ich vergesse nichts. Jetzt gerade habe ich das erste mal Zeit für mich alleine. Ich fang einfach mal am Montag an und lasse den Abschied weg ;)

Mein Flug von Frankfurt nach San Francisco ging am Montag um 8:35 Uhr und dauerte nicht ganz neun Stunden. Wir waren fast 80 Aupairs von Cultural Care die mit Singapore Airlines geflogen sind. Während des Flugs habe ich die meiste Zeit geschlafen und zwischendurch gab es Essen, oder ich habe mich mit meiner Sitznachbarin (sehr nett, ist jetzt ein Aupair in Boston) unterhalten. Am Flughafen in New York mussten wir uns durch die ewig lange Schlange der Passkontrolle quälen und nochmal ein Foto machen und Fingerabdrücke nehmen lassen. Wir hatten da noch nicht einmal Ansatzweise realisiert, dass wir in den United States waren. Für mich gibts keinen konkreten Moment in dem ich realisiert habe das ich wirklich da bin, aber als ich die gelben Schulbusse und die riesigen Autos auf dem Weg zur Trainingschool gesehen habe und nachher New York auf der New York Tour, da habe ich es unbewusst realisiert, ich bin da.

In der Trainingschool hatten wir Classes zum Thema Erziehung in den USA, personal Security, generelle Sicherheit, kulturelle Unterschiede und wir haben einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. Alles in allem war es O.k., aber auch oft sehr langweilig.

Am Donnerstag war unsere New York Tour und mir fällt kein Wort ein, um diese Stadt zu beschreiben. Sie ist laut, verückt, hell und vor allem schnell, schnell, schnell. Die Leute gehen nicht, sie laufen und dabei behindern sie sich nicht gegenseitig. Jeder läuft seinen Weg, geht jedem Hindernis aus dem Weg und guckt dabei nicht aus der Seite. Das gehupe hört man nicht nur in Filmen, nein, wir sind mit dem Bus reingfahren und unser Busfahrer war einer von diesen "Hupern". Auβerdem hört man die Sirenen der Krankenwagen die sich durch die Massen von Autos quetschen. In New York sterben die Leute warscheinlich ständig, weil der Krankenwagen zu lange braucht...

Unsere Tour begann eigentlich mit der Fahrt durch die Stadt. Unser erster Stop war im Central Park, aber da waren wir höchstens fünf Minuten... wie gesagt: schnell, schnell, schnell. Wir konnten uns am Ausgang was zum Essen holen und dann ging es auch schon weiter zum Rockefeller Center. Meine Gastfamilie hat mir in einem Willkommenspaket die Tour mit dem Ticket für "Top of the Rocks", einen Pulli, eine Trinkflasche und ein "I love New York" T-shirt bezahlt :) Danach hatten wir für zwei Stunden Freetime. Wir sind auf unserem Weg zum Empire State Building am Time Square vorbeigekommen und es war defenitiv ein Wow-Erlebnis. So viele Lichter, Farben, Leute und Bildschirme, so viele Gereusche und Gerüche, es ist schwer das zu beschreiben. Am Empire State Building war unsere Tour zuende und wir sind nocheinmal im Dunkeln durch die Stadt zurück zur Trainingschool gefahren... der Tag vor unserer Abreise war also zuende...

Mein Flug nach San Francisco kam mir länger vor als der nach New York. Vielleicht lag es an der Aufregung, dass ich in ein paar Stunden meine Gastfamilie das erste Mal sehen würde. Als wir ankamen ging alles sehr schnell... wir (zwei andere Aupairs und ich) dachten wir hätten noch etwas Zeit, aber noch bevor wir unsere Koffer hatten, wurden wir von unseren Gastfamilien empfangen. Ich mag meine Gastfamilie sehr. Schon am Flughafen haben sie auf mich mit einem selbstgemachten Plakat gewartet und gejubelt als sie mich gesehen haben. Erst war ich leicht verwirrt, weil ich nicht gedacht hätte sie so früh schon zu sehen, aber dann bin ich zu ihnen gelaufen, wir haben uns umarmt und mein kleines Gastkind, ihr Name ist Livia, hat mich sogr auch umarmt. Sie hat sich total gefreut und ich war einfach nur erleichtert.

Wir haben dann nur noch meinen Koffer geholt und sind losgedüst in einem (natürlich) groβem Auto. Ab durch San Francisco. Ich liebe diese Stadt jetzt schon. Sie ist einfach nur schön, mehr kann ich da garnicht zu sagen... Ich hab mich direkt auf Anhieb mit meiner Gastfamilie verstanden. Sie sind super verständnisvoll und humorvoll und uns geht irgendwie nie der Gesprächsstoff aus. Manchmal habe ich Schwierigkeiten mich auszudrücken, vor allem wenn ich müde bin, aber ich denke das legt sich, auch wenn der Jetlag etwas nachlässt.

Schon am Samstag habe ich die gesamte Familie meines Hostdads kennengelernt. Am Anfang war es sehr komisch, weil ich nicht wusste wohin mit mir selbst, aber das hat sich gelegt und wir haben nett gequatscht und gegessen. Heute sind wir nochmal alle zusammen brunchen gegangen und ich hatte meinen ersten amerikanischen Pancake und ich kann nur sagen: "mega geil!!" Danach waren wir noch im Park und haben die Sonne genossen. Immer wenn wir mit dem Auto fahren, nehmen wir längere Strecken durch die gesamte Stadt und Alexis und Madeleine (meine Gasteltern) erzählen mir was über die Stadt. Sie haben mir auch schon eröffnet, dass sie mit mir sehr viel reisen wollen (wohoo!), weil sie der Meinung sind, dass mein Taschengeld von fast 200$ die Woche nicht annähernd ausreicht um auch nur irgendwas hier zu erleben... Hab ich ein Glück :D

Mein Gastkind Livia ist unglaublich. Sie vertraut mir als würdeen wir uns schon ewig kennen. Sie nimmt meine Hand seit dem ersten Tag und sitzt auf meinem Schoβ oder versteckt sich hinter meinem Bein wenn sie Angst hat... manchmal werden wir trotzdem noch nicht ganz warm miteinander, aber heute ist ja auch erst mein zweiter richtiger Tag mit ihr. Ab Morgen geht der Alltag los, Livias Nanny zeigt mir die ganze Woche über was zu tun ist und wie alles funktioniert.

Ich versuche jetzt jede Woche einen Bericht zu schreiben, mal schauen ob ich das hinkriege ;)

Bye Bye!

Eure Annika

16März
2017

Vorfreude ist die schönste Freude

 

Hallöchen,

Auch wenn die Vorfreude zurzeit nur ganz leicht an meinem Gemüt kratzt, weil mein Kopf voll ist mit Abiturkram, dachte ich, ich könnte doch wenigstens schon mal meinen ersten Eintrag starten. Also hier werde ich nun die nächsten Monate so gut es geht über alles wichtige und unwichtige meines Lebens als zukünftiges und nachher vielleicht gestresstes, vielleicht aber auch supernannyhaftes,  Aupair schreiben.

Im Moment ist alles sehr relaxed. Ich hab meine feste Familie, die mir aus dem sonnigen und schon warmen San Francisco hübsche  Bilder vom Strand und von meinem zuckersüßen zukünftigen Aufpasskind ins kalte und nasse Deutschland schickt. Das ist schon fast frech sollte man meinen! Aber wenn man dabei so Nachrichten bekommt wie: "We want you to come with us to Hawaii on vacation" dann ist doch gleich eine Regenwolke weniger am Himmel.

Bis zum Sommer sind es ja nun doch noch ein paar Abiprüfungen und Lernereien hin, aber währenddessen muss ich mein Visum aus Frankfurt abholen. Das mit dem Beantragen war ja alles ganz leicht und Cultural Care Aupair (übrigens meine Organisation die ich nur sehr weiterempfehlen kann!) hat mir Material zur Verfügung gestellt, mit dem ich nichts hätte falsch machen können, aber mal ehrlich, nicht nur, dass ich fünf Stunden bis nach Frankfurt fahren muss,nein, der Termin (und generell alle Termine) ist auch noch um 8 Uhr morgens! Und dann bekomme ich das Visum nicht mal da, sondern es wird mir nach Hause geschickt! Mein Freund und ich werden dort jetzt schon einen Tag früher hinfahren, damit sich das alles lohnt und damit wir auch morgens pünktlich um acht vorm Konsulat stehen. Frankfurt soll ja auch ganz schön sein, also werde ich mich erst wieder darüber aufregen wenn wir schlechtes Wetter dort haben ;)

Jetzt fallen lediglich noch ein paar (viele) Besorgungen an, von Klamotten bis Gastgeschenke und dann kann es auch von mir aus gerne schon bald losgehen.

An das vermeintliche Verabschieden will ich noch gar nicht denken, aber zwischendurch realisiert man erst mal wie viele Leute das eigentlich sind, denen man für über ein Jahr Lebewohl sagt und das schmälert die Vorfreude auch manchmal für einen kurzen (klitzekleinen) Moment. Ja so ist das...

Jedenfalls werde ich jetzt nicht jeden Monat von meinen Shoppingtouren und dem öden Wetter in Deutschland berichten. Vielleicht berichte ich von dem Trip in die Botschaft, je nach dem wie spannend es da ist ;)

Bis dahin!

Annika